Mittwoch, 2. Oktober 2013
Alexander Söderberg „Unbescholten“
liva, 13:01h

Sprachlich gleicht das Werk einem zweitklassigen Groschenroman. Die Dialoge, dürftig und billig wie am Gangsterstammtisch – nicht das ich je einem solchen beigewohnt hätte. Personenbeschreibungen beschränken sich auf „langhaarig, grauhaarig, Glatze und gelockt“; auch Adjektive wie schön, schlank, kräftig und braungebrannt lassen die Figuren nicht lebhafter werden. Zu alledem finden sich auf den ersten zehn Seiten unzählige Druckfehler, über die man bei adäquatem Inhalt hinwegsehen könnte.
Von der Presse bereits im selben Atemzug wie Stig Larson genannt soll auch dieser Roman, dem noch zwei weitere folgen, in Bälde verfilmt werden. Meiner Meinung nach hinkt der Vergleich gewaltig. Vielleicht wird mich aber auch hier der Spielfilm mehr überzeugen können.
Ich habe mir wirklich Mühe gegeben, KONNTE diesen Roman aber nicht zu Ende lesen. Zu klischeeüberladen das Buch und ich nicht nur desinteressiert am Ausgang der Geschichte, nein, es stellte sich gar ein Fremdschämen dem Autor gegenüber ein. Die Auswahl eines Buches ist und bleibt aber schließlich eine Frage des persönlichen Geschmackes, für mich steht daher fest:
Dieser Thriller ist organisiertes Verbrechen an mir, der Leserin!
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