Dienstag, 16. Oktober 2018
Anne Tyler „Launen der Zeit“
liva, 16:44h

Meine Beschreibung entspricht so ungefähr dem Klappentext des Buches. Ehrlich gesagt, kann ich wenig mehr dazu sagen, weil es schlicht und ergreifend an Inhalt in diesem Roman fehlt. Die Autorin erzählt die Geschichte, die kaum eine ist, nicht fortwährend als Lebensbeschreibung der Protagonistin Willa, vielmehr sind es Momentaufnahmen eines Frauenlebens. In großen zeitlichen Abständen, beginnend 1967, endend 2017, bleiben dem Leser große Teile verborgen. Das sorgte dafür, dass ich nicht richtig warm wurde, mit dem Inhalt nicht und auch den Figuren nicht. Wenn ich auch sonst so begeistert von Anne Tylers besonderer Art des Schreibens bin, so fehlte es mir hier an Tiefgang und vor allem an einer gewissen Logik. Die teilweise abstrusen Begebenheiten sowie das Verhalten und die Charaktere, waren für mich leider nicht nachvollziehbar. Außer, dass mich die Naivität Willas wahnsinnig aufgeregt hat (so manches Mal hätte ich sie schütteln mögen) und ich mich in der ersten Hälfte des Buches beim Lesen mehrheitlich gelangweilt habe, hat es nichts mit mir gemacht, mich kaum berührt.
Ich weiß wohl, das Anne Tyler die stillen und eher unscheinbaren Frauenbilder zeichnet, aber etwas lauter hätte es hier gerne sein dürfen. Ich bin enttäuscht!
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